Für die kommunale Wärmeplanung können Gemeinden in Schleswig-Holstein ab sofort Kehrbuchdaten beim Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Statistikamt Nord) anfragen. Damit steht Kommunen eine weitere wichtige Datengrundlage für die Bestandsanalyse im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung zur Verfügung. Die regulär auf Baublockebene aufbereiteten Datensätze sollen voraussichtlich ab Oktober 2026 bereitgestellt werden. Kommunen mit kurzfristigem Datenbedarf können jedoch bereits jetzt Einzelanfragen stellen.
Welche Daten stehen zur Verfügung?
Grundlage für die Bereitstellung ist § 10 Abs. 10 des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes Schleswig-Holstein (EWKG). Die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger stellen dem Statistikamt die entsprechenden Kehrbuchdaten jährlich zur Verfügung. Diese werden dort entgegengenommen, anonymisiert, plausibilisiert und für die weitere Nutzung aufbereitet.
Für die kommunale Wärmeplanung können dabei Angaben zu folgenden Merkmalen bereitgestellt werden:
- Art des Wärmeerzeugers,
- eingesetzter Energieträger,
- thermische Leistung des Wärmeerzeugers sowie
- Anschrift der Anlage.
Die Weitergabe an die Kommunen erfolgt in anonymisierter Form.
Datensätze auf Baublockebene ab Oktober 2026
Die reguläre Bereitstellung der auf Baublockebene aufbereiteten Datensätze ist derzeit für Oktober 2026 vorgesehen. Nach Angaben des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages sind hierfür unter anderem noch Anpassungen an der Kehrbuchsoftware erforderlich.
Kommunen, die die Daten bereits vorher für ihre laufende Wärmeplanung benötigen, müssen jedoch nicht bis Oktober warten: Das Statistikamt bearbeitet bereits jetzt Einzelanfragen und stellt die benötigten Daten im Einzelfall zur Verfügung.
So können Kommunen die Daten anfragen
Gemeinden können ihre Anfrage formlos direkt an das Statistikamt Nord richten:
E-Mail: energiestatistik@statistik-nord.de
Telefon: 0431 6895-9294
Auch von der Kommune beauftragte Planungsbüros können die Daten beim Statistikamt anfragen. Dafür benötigen sie eine schriftliche Bestätigung der jeweiligen Gemeinde, aus der hervorgeht, dass sie als Dienstleister im Auftrag der Kommune tätig sind. Als Nachweis kann beispielsweise ein entsprechendes Schreiben als PDF oder eine E-Mail der Gemeinde dienen.
Relevante Datengrundlage für die Wärmeplanung
Die Kehrbuchdaten können insbesondere für die Bestandsanalyse eine wichtige Informationsquelle darstellen. Sie liefern Informationen über die vorhandenen Wärmeerzeuger und die eingesetzten Energieträger und können damit dazu beitragen, die bestehende Wärmeversorgung im Gemeindegebiet zu erfassen. Kommunen, die sich aktuell in der Wärmeplanung befinden und die entsprechenden Daten kurzfristig benötigen, können sich daher bereits jetzt direkt an das Statistikamt Nord wenden.







