Wie kann Schleswig-Holstein seine Stärken bei den erneuerbaren Energien weiter ausbauen? Und wie lassen sich kommunale Klimaschutzprojekte trotz herausfordernder politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen erfolgreich umsetzen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der 17. Klima- und Energiekonferenz des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags (SHGT) am 8. Oktober 2026 in Rendsburg. Auch das Wärme-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (WKZ.SH) war vor Ort und nahm zahlreiche Impulse für die kommunale Wärmewende mit.
Die Konferenz brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Klimaschutzmanagement, Energiewirtschaft und Landespolitik zusammen. Auch Förder- und Finanzierungsinstitutionen wie die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) waren vertreten. Der gemeinsame Austausch verdeutlichte, wie wichtig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure ist, um kommunale Klimaschutzmaßnahmen von der Planung in die praktische Umsetzung zu bringen.
Praxisbeispiele zeigen konkrete Lösungswege
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Frage, wie Schleswig-Holstein seine Vorreiterrolle bei der Erzeugung erneuerbarer Energien nutzen kann, um die regionale Energieversorgung unabhängiger und widerstandsfähiger zu gestalten.
Wie innovative Ansätze bereits heute in der Praxis aussehen können, zeigten verschiedene Projektbeispiele. Besonders interessant war eine gekoppelte Sole-Wasser-Wärmepumpenlösung zur Wärmeversorgung eines Neubaugebiets in Leck. Ein weiteres Beispiel aus Hamburg veranschaulichte, wie intelligente Gebäudeautomatisierung an Schulen zu einer effizienteren Energienutzung beitragen kann. Solche Erfahrungen bieten auch für Kommunen in Schleswig-Holstein wertvolle Anregungen.
Kommunale Wärmeplanung als Grundlage für weitere Schritte
Neben technischen Lösungen spielte die Finanzierung kommunaler Klimaschutzprojekte eine wichtige Rolle. Die Förderlandschaft bietet zahlreiche Möglichkeiten, stellt Kommunen jedoch auch vor die Herausforderung, geeignete Programme zu identifizieren und die jeweiligen Fördervoraussetzungen zu erfüllen. Beratungsangebote wie der Energie- und Klimaschutzinitiative Schleswig-Holstein (EKI) und der KfW können dabei wichtige Orientierung bieten.
Ein Beispiel für das Zusammenspiel von Planung und Förderung ist das Quartierswärmemanagement (QWM). Die kommunale Wärmeplanung schafft hierfür eine wichtige Grundlage. Aufbauend auf ihren Ergebnissen können insbesondere für Gebiete ohne geplantes Wärmenetz klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgungslösungen entwickelt werden.
Die Konferenz machte deutlich: Schleswig-Holstein verfügt über gute Voraussetzungen, um die Energiewende weiter voranzubringen. Entscheidend ist, vorhandenes Wissen, Fördermöglichkeiten und die relevanten Akteure zusammenzubringen, damit aus Planungen konkrete Projekte entstehen.
Das WKZ.SH unterstützt Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung und trägt damit dazu bei, eine wichtige Grundlage für die Wärmewende vor Ort zu schaffen. Wir danken dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag für die gelungene Veranstaltung und den wertvollen fachlichen Austausch.







